Debian Buster (10) auf Lafite IV, 14'' | PCSPECIALIST

Debian Buster (10) auf Lafite IV, 14''

MfromF

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Hallo zusammen,

vor ein paar Tagen ist mein neues Lafité IV 14‘‘ angekommen. Hier die Eckpunkte der Konfiguration:

CPU: Intel® Core™ i5 Quad Core -Prozessor i5-10210U (1,6 GHz, 4,2 GHz Turbo)
RAM: 4 GB-Corsair 2133 MHz SODIMM DDR4 (1 x 4 GB), ersetzt durch 1x 16GB
GPU: INTEL® HD GRAPHICS (CPU-abhängig) – 1,7 GB Max DDR4 Video-RAM DirectX® 12
M2 (System): 128 GB-ADATA SX6000 LITE M.2 2280 (1800 MB/R, 1200 MB/W)
SSD (Data): ursprünglich leer, 2TB SSD eingebaut
BT and WLAN: GIGABIT-LAN & WIRELESS INTEL® Wi-Fi 6 AX200 (2,4 Gbps) + BT 5.0

Seit dem Marktstart von Windows 10 bin ich komplett auf Linux umgestiegen. Da ich durch meine berufliche Tätigkeit im Server-Bereich viel mit Debian zu tun habe, verwende ich das auch privat auf meinem Notebook, normalerweise die Stable-Variante von Debian, das ist derzeit Buster (10).

Im englischen Forum habe ich diesen Artikel gefunden, in dem ein Nutzer ein recht ähnliches Notebook mit der Testing-Version von Debian, das ist Bullseye (11, Testing), installiert hat:
https://www.pcspecialist.co.uk/forums/threads/lafite-iv-15-6-clevo-n151cu-debian-testing-bullseye.65876/
Ich habe mich gefragt, ob ich das Notebook auch vollständig unter Debian Buster (10, Stable) zum Laufen bekomme.

Ein erster Versuch unter Debian Buster (10, Stable) endet mit einem blinkenden Cursor auf schwarzem Grund. Hier fehlt vor allem die Firmware für die Grafik. Ein zweiter Versuch mit Bullseye (11, Testing) führt zu einem laufenden System, bei dem auf den ersten Blick alles funktioniert, von der Grafik über Sound bis Bluetooth und WLAN.

Also kennt Debian Bullseye schon die aktuelle Firmware und auch der Kernel in Testing ist schon aktuell genug, um die Firmware einzubinden - das allerdings noch nicht in der Stable-Version. Für solche Fälle kennt die Stable-Version von Debian das "Backports"-Repository, in dem vorab Dinge bereitgestellt werden, die man beispielsweise für neue Hardware benötigt. Ein Blick in die Backports zeigt, dass dort vom Kernel bis zur Firmware alles vorhanden ist, was das Lafité benötigt.

Also in einem Dritten Anlauf Debian Buster (10, Stable) installiert und beim Start über "Erweiterte Optionen" im Terminal als root angemeldet. Hier konnte dann zunächst das "Backports"-Repository duch Anhängen folgender Zeile in "/etc/apt/sources.list" hinzugefügt werden:
deb http://deb.debian.org/debian buster-backports main contrib non-free

Nach dem erneuten Einlesen der Inhalte der Paketquellen mit „apt update“ standen mir die Pakete aus den Backports zur Verfügung.

Zunächst galt es, einen aktuellen Kernel aus den Backports zu installieren. Wifi, Bluetooth und Grafik benötigen mindestens 5.2. In den normalen Repositories ist 4.19.x zu finden, in den Backports 5.3.x.

Nach der Installation ein Neustart, der wieder über die „Erweiterte Optionen“ in die root-Shell führt. Schritt zwei war die Installation der notwendigen Firmware für die aktuelle Hardware. Folgende Pakete habe ich nachinstalliert: linux-firmware-nonfree, linux-firmware, firmware-misc-nonfree, firmware-iwlwifi, firmware-realtek

Ein weiterer Neustart brachte dann ein vollends lauffähiges Debian Buster (10) zum Vorschein. Erste Tests zeigen, dass soweit alles funktioniert.

Fazit: Auch für Linux ist die Lafité-Serie mit ihren aktuellen Komponenten zu gebrauchen, sofern man ein wenig nacharbeitet. Für alle, die das machen wollen, sei hier die Anleitung hinterlegt.

Andere Distris, vor allem die Rolling-Releases, kommen evtl. schon ohne Nacharbeit aus.

Viele Grüße
Martin
 
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rastagoose

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Guten Tag,

Leider unterstützen wir kein Betriebssystem außer Windows 10, daher können wir Ihnen nicht weiterhelfen. Wenn möglich, empfehle ich, dass Sie Ihre Anfrage ins Englisch übersetzen und in unseren englischen Forums posten, da sie häufiger benutzt sind.
 

MfromF

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Hallo,

weil PCZ kein Linux unterstützt, habe ich diese Anleitung für diejenigen erstellt, die nach einer solchen Anleitung suchen. Damit auch im internationalen englischsprachigen Forum, das stärker frequentiert wird, die entsprechende Anleitung zu finden ist, habe ich diese dort auf Englisch eingestellt.

Der Hinweis, dass PCZ nur Windows 10 unterstützt, mag zwar sachlich richtig sein, aber als Antwort von einem Mitarbeiter auf eine vom Kunden für andere Kunden erstellte Anleitung ist er absolut deplatziert!
 
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